📚 UPM Klausurvorbereitung

B2.3 Unternehmens- und Personalmanagement – Prof. Dr. Carsten Gottert

SoSe2026 · 90 Minuten · 45% Wissen · 55% Anwendung/Reflexion

📖 Block 1 – Management

1.1 UrsprĂŒnge des Management-Begriffs

Management kommt von ital. maneggiare = „ein Pferd fĂŒhren, handhaben, lenken“ bzw. lat. manus (Hand) + agere (fĂŒhren/handeln) → „an der Hand fĂŒhren“.

Historische Entwicklungsstufen:

PersonBeitragKern
F. W. Taylor (1856–1915)Scientific ManagementZeitstudien, Akkord, Trennung Planung/AusfĂŒhrung, Kontrolle
H. Ford (1864–1947)FordismusFließband, Standardisierung, hohe Mechanisierung, hohe Löhne
H. MĂŒnsterberg (1863–1916)Industrielle Psychotechnik„Den richtigen Mann an den richtigen Platz“, Eignungstests
M. P. Follett (1868–1933)Human RelationsGruppendynamik, „law of situations“, soziales VerstĂ€ndnis

Was Management NICHT ist:

  • ❌ Status, Rang oder Privileg
  • ❌ Nur etwas fĂŒr Wirtschaftsunternehmen
  • ❌ „Manager:in sein“ als Jobtitel
  • ❌ Das Gegenteil von FĂŒhrung

1.2 EffektivitÀt vs. Effizienz

🎯 EffektivitĂ€t („das Was“)

„Die richtigen Dinge tun“

  • Dient es dem Ziel & Zweck der Organisation?
  • Sind PrioritĂ€ten klar gesetzt?
  • Hilft es wirklich bei der Zielerreichung?

⚡ Effizienz („das Wie“)

„Die Dinge richtig tun“

  • Nutzen wir Ressourcen klug?
  • Wo gibt es EngpĂ€sse oder Doppelarbeit?
  • Können Prozesse optimiert werden?

1.3 6 GrundsĂ€tze wirksamer FĂŒhrung (nach Malik)

  1. Resultatorientierung – Am Ende zĂ€hlt die Wirkung, nicht der Aufwand.
  2. Beitrag zum Ganzen – Immer fragen: „Was bringt das dem großen Ganzen?“
  3. Konzentration auf Weniges – Weniger, aber dafĂŒr richtig gut – PrioritĂ€ten setzen.
  4. StĂ€rken nutzen – Nicht SchwĂ€chen beseitigen, sondern StĂ€rken fördern.
  5. Vertrauen – Grundlage fĂŒr Motivation. Fehler des Chefs ≠ Fehler des Teams.
  6. Positiv denken – „Tu, was Du tun kannst; mit dem, was Du hast, und dort, wo Du bist.“

💡 Merksatz R B K S V P – Resultate, Beitrag, Konzentration, StĂ€rken, Vertrauen, Positiv

1.4 Aufgaben wirksamer FĂŒhrung (Malik)

  1. FĂŒr Ziele sorgen – SMART: Spezifisch, Messbar, Attraktiv, Relevant, Terminiert
  2. Organisieren
  3. Entscheiden
  4. Kontrollieren
  5. Menschen entwickeln und fördern

⚠ Klausurrelevant SMART-Ziele sicher anwenden können!

1.5 Eisenhower-Quadrat (Priorisierung)

DringendNicht dringend
WichtigSofort selbst erledigen (Krisen, NotfÀlle)Terminieren & selbst machen (Strategie, Planung)
Nicht wichtigDelegieren (Routine)Liegen lassen (Zeitverschwendung)

1.6 Strategie – Purpose, Vision, Mission, Werte

ElementFrageFunktion
Purpose (Zweck)Warum gibt es uns?Sinnstiftung, Daseinsberechtigung
Vision (Zielbild)Wohin wollen wir in 5–10 Jahren?Zieht & leitet, einladend
Mission (Auftrag)Wie agieren wir tÀglich?Treibt & leitet im Hier und Jetzt
Werte (Leitplanken)WofĂŒr stehen wir?Nicht verhandelbare Überzeugungen

1.7 Strategie nach Roger L. Martin

Strategie ≠ Plan. Strategie beantwortet 5 Fragen:

  1. Was ist unser Gewinnziel?
  2. Wo wollen wir spielen (welcher Markt)?
  3. Wie wollen wir dort gewinnen?
  4. Welche FĂ€higkeiten brauchen wir dafĂŒr?
  5. Welche Managementsysteme sind nötig?

1.8 SWOT-Analyse & PESTEL

  • Interne Analyse: StĂ€rken (S) + SchwĂ€chen (W)
  • Externe Analyse: Chancen (O) + Risiken (T)
  • PESTEL fĂŒr externe Makro-Analyse: Politisch, Economisch, Sozial, Technologisch, Ökologisch, Rechtlich

📖 Block 2 – Organisation & Personalmanagement

2.1 Der Organisationsbegriff

đŸ›ïž Institutionell („IST eine Organisation“)

Die Deutsche Bank ist eine Organisation.

  • Spezifische Zweckorientierung
  • Arbeitsteilung
  • Grenzen (Mitgliedschaft vs. Umwelt)

🔧 Instrumentell („HAT eine Organisation“)

Die Deutsche Bank hat eine Organisation.

  • Aufbauorganisation, Struktur, Organigramm
  • Regeln, Prozesse, Routinen
  • Kann umorganisiert werden

2.2 Regeln in Organisationen

  • Funktionen: Struktur geben, Verhalten vorhersagbar machen, KomplexitĂ€t reduzieren
  • Grenzen & SchwĂ€chen: BĂŒrokratie, Regelungsdichte, mangelnde FlexibilitĂ€t, „Dienst nach Vorschrift“
  • Beispiel: Keine Regel kann alle EventualitĂ€ten abdecken – Vertrauen und Ermessen sind nötig

2.3 Aufgabenanalyse – von der Aufgabe zur Struktur

Zwei Prinzipien zur Zerlegung von Aufgaben:

  • Nach Verrichtungen: z. B. SĂ€gen, Schweißen, Nieten (Spezialisierung nach TĂ€tigkeit)
  • Nach Objekten: z. B. Aufgaben an Tischen, StĂŒhlen, SchrĂ€nken (Spezialisierung nach Produkt)

2.4 Organisationsstrukturen

StrukturBeschreibungVorteilNachteil
FunktionalNach Funktionen (Einkauf, Vertrieb, Produktion)Klarheit, SpezialisierungSilos, Abstimmungsprobleme
DivisionalNach Produkten/Regionen (Sparten)MarktnÀhe, EigenverantwortungDoppelarbeit, Ressourcenkonkurrenz
MatrixFunktion × Division (zwei Hierarchien)Flexibel, mehrere PerspektivenDoppelunterstellung, Konflikte
ProjektTemporÀr, zielgerichtetFokussiert, agilBefristet, Unsicherheit nach Ende

2.5 Rechtsformen

  • Personengesellschaften: GbR, OHG, KG – persönliche Haftung
  • Kapitalgesellschaften: GmbH, UG, AG – beschrĂ€nkte Haftung

2.6 Motivation (LV8)

Motivation = emotionaler Prozess, der Verhalten aktiviert, beibehÀlt oder stoppt.

  • Intrinsisch: von innen (Spaß an der Sache, Neugier)
  • Extrinsisch: von außen (Geld, Lob, Status)
  • VerstĂ€rkender Effekt: intrinsisch + immateriell-extrinsisch wirken synergistisch
  • Korrumpierender Effekt: intrinsisch + materiell-extrinsisch können intrinsische Motivation schwĂ€chen

Maslowsche BedĂŒrfnispyramide

  1. Physiologische BedĂŒrfnisse (Essen, Schlaf)
  2. SicherheitsbedĂŒrfnisse (Job, Gesundheit)
  3. Soziale BedĂŒrfnisse (Freunde, Team)
  4. WertschÀtzung (Status, Erfolg)
  5. Selbstverwirklichung (Entfaltung, KreativitÀt)

💡 Kritik Kulturell abhĂ€ngig, nicht alle Menschen durchlaufen alle Stufen, keine harte Hierarchie.

2.7 Kommunikation

Watzlawick – 5 Axiome (Auszug):

  1. Man kann nicht nicht kommunizieren
  2. Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und Beziehungsaspekt
  3. Kommunikation ist digital (Worte) und analog (Körpersprache)

Schulz von Thun – Vier-Ohren-Modell:

Jede Nachricht hat 4 Botschaften gleichzeitig:

  • Sachohr: „Was ist der Sachverhalt?“
  • Beziehungsohr: „Wie redet der mit mir?“
  • Selbstoffenbarungsohr: „Was ist los mit ihm/ihr?“
  • Appellohr: „Was soll ich tun?“

Johari-Fenster (Feedback):

Mir bekanntMir unbekannt
Anderen bekanntÖffentliche Person (Freiraum)Blinder Fleck
Anderen unbekanntGeheimnis / PrivatbereichUnbewusstes / Unbekanntes

Ziel: Freiraum vergrĂ¶ĂŸern durch Feedback & Selbsteinbringung.

2.8 Konflikte & Konfliktmanagement

  • Konflikt: Aufeinandertreffen unvereinbarer Interessen, Ziele oder Werte
  • Eskalationsstufen: von latenter Spannung → offener Austragung → „Kampf“
  • Konfliktlösung: Moderation, Mediation, strukturelle VerĂ€nderungen

2.9 Personalmanagement (LV7 + LV10)

AufgabeBeschreibung
PersonalplanungBedarfsermittlung: Personalbestand vs. -bedarf
PersonalgewinnungRecruiting, Active Sourcing
PersonalauswahlBewerbungsgesprÀch, Assessment Center
PersonalentwicklungWeiterbildung, Coaching, Karriereplanung
PersonalbindungMitarbeiterzufriedenheit, Benefits
PersonalfreisetzungKĂŒndigung, Aufhebungsvertrag, Rente

Fluktuation

Fluktuationsrate = (AbgĂ€nge / durchschnittlicher Personalbestand) × 100

Arten: freiwillig (KĂŒndigung durch AN) vs. unfreiwillig (KĂŒndigung durch AG). Kontrollierbar vs. unkontrollierbar.

Glass Ceiling – die unsichtbare Karrieredecke

  • Unsichtbare Barrieren fĂŒr Frauen (und Minderheiten) beim Aufstieg in FĂŒhrungspositionen
  • Geschlechter-Stereotype: unbewusste Zuschreibungen
  • Backlash-Effekt: Frauen, die typisch „mĂ€nnliche“ Eigenschaften zeigen, werden negativer bewertet
  • LösungsansĂ€tze: Unconscious-Bias-Training, Privilege-Walk, transparente Beförderungskriterien

2.10 FĂŒhrung vs. Management

📋 Management

  • Planen, Budgetieren, Organisieren
  • Kontrollieren, Probleme lösen
  • StabilitĂ€t & Effizienz

đŸ‘€ FĂŒhrung

  • Richtung vorgeben, Vision kommunizieren
  • Menschen begeistern & motivieren
  • VerĂ€nderung & Innovation

2.11 FĂŒhrungsstile (exemplarisch)

StilBeschreibung
AutoritÀrEntscheidungen von oben, wenig Mitsprache
PartizipativTeam wird einbezogen, gemeinsame Entscheidungen
KooperativFĂŒhrungskraft moderiert, Team entscheidet
Laissez-FaireMaximale Freiheit, wenig Steuerung
SituativStil wird an Situation & Reifegrad angepasst

📖 Block 3 – VUCA, Change & Nachhaltigkeit

3.1 VUCA – Neue Anforderungen an FĂŒhrung

BuchstabeBedeutungGegenstrategie
Volatility (VolatilitÀt)Schnelle, unvorhersehbare VerÀnderungenAgilitÀt, schnelle Anpassung
Uncertainty (Unsicherheit)Vergangenheit keine Garantie fĂŒr ZukunftVerstĂ€ndnis, Szenarien, Transparenz
Complexity (KomplexitÀt)Viele vernetzte, schwer durchschaubare FaktorenVernetztes Denken, SystemverstÀndnis
Ambiguity (AmbiguitÀt/Mehrdeutigkeit)Keine eindeutige InterpretationExperimentieren, Ausprobieren

3.2 Ambidextrie – beidhĂ€ndige FĂŒhrung

Ambidextrie = FĂ€higkeit einer Organisation, Exploration (Neues entdecken, Innovation) und Exploitation (Bestehendes optimieren, Effizienz) gleichzeitig zu betreiben.

  • Exploitation: Effizienzsteigerung, Prozessoptimierung (kurzfristig, sicher)
  • Exploration: Innovation, Experimente (langfristig, risikoreich)
  • Beides muss balanciert werden → zu viel Exploitation = „Falle der TrĂ€gheit“

3.3 Digital Leadership

FĂŒhrung in einer digitalen, vernetzten Welt erfordert:

  • Vertrauen statt Kontrolle (Remote Leadership)
  • Agile Methoden verstehen & fördern
  • Technologische Kompetenz (nicht Experte, aber verstĂ€ndig)
  • Kulturellen Wandel aktiv gestalten

3.4 Change Management

Change Management = systematische Begleitung von VerÀnderungsprozessen in Organisationen.

Change-Management-Phasen (nach Kotter – 8 Stufen):

  1. Dringlichkeit schaffen – Warum muss sich etwas Ă€ndern?
  2. FĂŒhrungskoalition aufbauen – Wer treibt den Change?
  3. Vision & Strategie entwickeln – Wohin soll die Reise gehen?
  4. VerĂ€nderung kommunizieren – Alle mitnehmen
  5. Mitarbeiter befĂ€higen – Hindernisse beseitigen
  6. Schnelle Erfolge erzielen – „Quick Wins“ sichtbar machen
  7. VerĂ€nderung verstetigen – Nicht nachlassen
  8. VerĂ€nderung in der Kultur verankern – Neues wird Standard

Beteiligte im Change:

  • Change-Agent: treibt die VerĂ€nderung aktiv voran
  • Sponsor: gibt RĂŒckhalt & Ressourcen (Management)
  • Betroffene: mĂŒssen mitgenommen werden
  • Promotoren: Fach- und Machtpromotoren (nach Witte)

3.5 Nachhaltigkeit (LV12)

„Nachhaltige Entwicklung ist Entwicklung, die die BedĂŒrfnisse der Gegenwart erfĂŒllt, ohne die FĂ€higkeit zukĂŒnftiger Generationen zu beeintrĂ€chtigen, ihre eigenen BedĂŒrfnisse zu befriedigen.“
– Brundtland-Bericht (1987)

Drei-SĂ€ulen-Modell der Nachhaltigkeit:

  • 🌍 Ökologie: Umwelt schĂŒtzen, Ressourcen schonen
  • đŸ‘„ Soziales: Gerechtigkeit, faire Arbeitsbedingungen
  • 💰 Wirtschaft: Langfristige RentabilitĂ€t, faire MĂ€rkte

Nachhaltigkeit als Managementaufgabe:

  • Nachhaltigkeit muss in der Strategie verankert sein (Top-Down)
  • CSR (Corporate Social Responsibility) als Unternehmensverantwortung
  • ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) als Bewertungsrahmen
  • Kulturwandel: Mitarbeiter fĂŒr Nachhaltigkeit sensibilisieren

3.6 Informationssicherheit (LV13)

Informationssicherheit = Schutz von Informationen vor Verlust, VerfÀlschung, Diebstahl und unbefugtem Zugriff.

Gesetzliche & normative Grundlagen:

  • EU-DSGVO: Datenschutz-Grundverordnung
  • NIS-2-Richtlinie: Netz- und Informationssicherheit (ca. 29.000 Unternehmen in D betroffen, Bußgelder bis 10 Mio. € oder 2% des Umsatzes)
  • KRITIS: Kritische Infrastrukturen
  • ISO 27001: Informationssicherheits-Managementsystem
  • IT-Grundschutz (BSI)

Der Faktor Mensch:

  • Mensch ist das schwĂ€chste Glied in der Sicherheitskette
  • Angriffe zielen zunehmend auf Menschen (Social Engineering, Phishing)
  • Technische Abwehr wird immer besser → Angreifer weichen auf Menschen aus
  • Lösung: Security Awareness als kontinuierlicher Prozess, nicht als einmalige Schulung

Aufbau einer Sicherheitskultur:

  • Top-Down: FĂŒhrung muss vorleben (Vorbildfunktion)
  • Bottom-Up: Mitarbeiter einbeziehen, Ängste ernst nehmen
  • Ambidextrie: Balance zwischen Sicherheit (Regeln) und FlexibilitĂ€t (agiles Arbeiten)
  • Neben klassischen Schulungen: Gamification, Phishing-Simulationen, regelmĂ€ĂŸige Sensibilisierung

📌 Wichtige Definitionen fĂŒr die Klausur

📝 Klausurrelevant Diese Definitionen solltest du sicher „nennen“ und „beschreiben“ können.

BegriffDefinition (nach Vorlesung)
Management„An der Hand fĂŒhren“ (lat. manus + agere). Kein Status, kein Privileg – Management ist ein Handwerk, das lernbar ist (Malik).
EffektivitĂ€t„Die richtigen Dinge tun“ – Wirksamkeit in Bezug auf Ziele und Zweck der Organisation.
Effizienz„Die Dinge richtig tun“ – Wirtschaftlicher Umgang mit Ressourcen.
GrundsĂ€tze wirksamer FĂŒhrungKeine Tipps, sondern dauerhafte Regeln/Spielregeln guter FĂŒhrung (Malik): Resultatorientierung, Beitrag zum Ganzen, Konzentration auf Weniges, StĂ€rken nutzen, Vertrauen, Positiv denken.
Strategie (nach Martin)Eine Strategie ist eine Reihe von aufeinander abgestimmten Entscheidungen, die bestimmen, wie eine Organisation gewinnen will.
PurposeDaseinsberechtigung der Organisation. Sinnstiftender Zweck, der ĂŒber Gewinnmaximierung hinausgeht.
VisionKonkretes, faszinierendes Bild einer erstrebenswerten Zukunft (5–10 Jahre).
MissionHandlungsleitendes Versprechen: Wie arbeiten wir tÀglich, um die Vision zu erreichen?
SWOTStrategic-Planning-Tool: Strengths, Weaknesses (intern), Opportunities, Threats (extern).
PESTELMakro-Umfeld-Analyse: Political, Economic, Social, Technological, Environmental, Legal.
Organisation (institutionell)Ein System mit spezifischer Zweckorientierung, Arbeitsteilung und Grenzen (Mitglieder vs. Umwelt).
Organisation (instrumentell)Die Struktur/Rahmenordnung eines Systems (Aufbauorganisation, Regeln, Prozesse).
MotivationEmotionaler Prozess, der Verhalten aktiviert, beibehÀlt oder stoppt. Grundlage sind bewusste/unbewusste Motive.
BedĂŒrfnispyramide (Maslow)Hierarchisches Modell menschlicher BedĂŒrfnisse: Physiologische → Sicherheit → Sozial → WertschĂ€tzung → Selbstverwirklichung.
Kommunikation (Watzlawick)Man kann nicht nicht kommunizieren. Jede Kommunikation hat Inhalts- und Beziehungsaspekt.
Vier-Ohren-Modell (Schulz von Thun)Jede Nachricht enthÀlt 4 Botschaften: Sachinhalt, Selbstoffenbarung, Beziehung, Appell.
Johari-FensterFeedback-Modell zur Selbst- und Fremdwahrnehmung. Ziel: Freiraum vergrĂ¶ĂŸern.
Glass CeilingUnsichtbare, strukturelle Barrieren, die Frauen/Minderheiten am Aufstieg in FĂŒhrungspositionen hindern.
KonfliktAufeinandertreffen unvereinbarer Interessen, Ziele oder Werte.
FluktuationAbgang von Mitarbeitenden aus einem Unternehmen (freiwillig/unfreiwillig, kontrollierbar/nicht kontrollierbar).
VUCAAkronym fĂŒr Volatility, Uncertainty, Complexity, Ambiguity – beschreibt eine turbulente Umwelt.
AmbidextrieFĂ€higkeit einer Organisation, Exploration (Innovation) und Exploitation (Optimierung) gleichzeitig zu betreiben.
Change ManagementSystematische Begleitung und Steuerung von VerÀnderungsprozessen in Organisationen.
Nachhaltigkeit (Brundtland)Entwicklung, die BedĂŒrfnisse der Gegenwart erfĂŒllt, ohne die Möglichkeiten zukĂŒnftiger Generationen zu gefĂ€hrden.
InformationssicherheitSchutz von Informationen vor Verlust, VerfÀlschung, Diebstahl und unbefugtem Zugriff.
NIS-2EU-Richtlinie zur Netz- und Informationssicherheit, betrifft ca. 29.000 Unternehmen in D.

đŸ—ïž Modelle im Überblick

đŸ§© Klausur: Anwendung + Reflexion (55%) Modelle nicht nur nennen, sondern anwenden und kritisch reflektieren können!

ModellKernAnwendung in der Klausur
SMART-Ziele Spezifisch, Messbar, Attraktiv, Relevant, Terminiert Ziele formulieren & bewerten
Eisenhower-Quadrat Wichtig vs. Dringend → 4 Quadranten Aufgaben priorisieren
6 GrundsĂ€tze (Malik) Resultat, Beitrag, Weniges, StĂ€rken, Vertrauen, Positiv FĂŒhrungsverhalten analysieren
5 Aufgaben wirk. FĂŒhrung (Malik) Ziele, Organisieren, Entscheiden, Kontrollieren, Entwickeln Aufgaben einer FK beschreiben
Purpose→Vision→Mission→Werte Strategische Pyramide Strategische Ausrichtung bewerten
5 Fragen-Strategie (Martin) Gewinnziel, Spielort, Gewinnart, FĂ€higkeiten, Systeme Strategien analysieren
SWOT + PESTEL Intern (S/W) + Extern (O/T) mit PESTEL fĂŒr Makro Fallstudie: Unternehmenssituation analysieren
Organisationsbegriff Institutionell vs. instrumentell Unterscheiden & Beispiele nennen
Organisationsstrukturen Funktional, Divisional, Matrix, Projekt Vor-/Nachteile vergleichen
Maslowsche BedĂŒrfnispyramide 5 Stufen der BedĂŒrfnisse Motivationslage erklĂ€ren + Kritik
Watzlawick – 5 Axiome Kommunikation ist allgegenwĂ€rtig, hat Inhalts- & Beziehungsaspekt Kommunikationssituationen analysieren
Vier-Ohren-Modell (Schulz von Thun) 4 Botschaften pro Nachricht MissverstÀndnisse erklÀren
Johari-Fenster 4 Felder der Selbst-/Fremdwahrnehmung Feedback-Prozesse gestalten
FĂŒhrungsstile AutoritĂ€r → partizipativ → situativ Stile bewerten & zuordnen
Change-Phasen (Kotter) 8 Stufen von Dringlichkeit bis Verankerung Change-Prozess planen/analysieren
VUCA 4 Dimensionen turbulenter Umwelt Herausforderungen benennen & Gegenstrategien
Ambidextrie Exploration + Exploitation gleichzeitig Balance bewerten
Drei-SĂ€ulen-Modell Nachhaltigkeit Ökologie, Soziales, Wirtschaft Nachhaltigkeitsmaßnahmen einordnen
Informationssicherheit Technik + Mensch + Organisation Security-Awareness-Maßnahmen bewerten

🧠 Quiz – Teste dein Wissen!

💡 20 Fragen aus allen 3 Blöcken Viel Erfolg! 🍀

0 / 0 richtig

🎯 Klausur: 23.07.2026, 09:45, Raum TA A238

⚠ Wichtige Infos aus LV14

📊 PrĂŒfungsstruktur

  • Dauer: 90 Minuten
  • 45% Wissensabfrage – Definitionen nennen, Konzepte beschreiben
  • 55% Anwendung, Reflexion, Diskussion – Fallbeispiele, Modelle anwenden, kritisch bewerten

đŸ§© Fragetypen (mit Beispielen)

📝 „Nennen Sie zwei 
“

Muster: Stichworte, keine SĂ€tze, exakt die geforderte Anzahl.

Bsp.: „Nennen Sie zwei GrundsĂ€tze wirksamer FĂŒhrung nach Malik.“
→ Resultatorientierung, StĂ€rken nutzen

📋 „Beschreiben Sie 
“

Muster: Sachliche Darstellung von Eigenschaften/Merkmalen. Neutral, nicht bewerten.

Bsp.: „Beschreiben Sie den Unterschied zwischen EffektivitĂ€t und Effizienz.“

🔍 „ErlĂ€utern Sie 
“

Muster: Sachverhalt beschreiben + Bedeutung/ZusammenhÀnge erklÀren. Was und Warum.

Bsp.: „ErlĂ€utern Sie die Funktion des Purpose fĂŒr eine Organisation an einem Beispiel.“

📚 Themen, die ihr euch nochmal anschauen solltet (aus LV14)

BlockThema
ManagementEffektivitĂ€t/Effizienz, Malik GrundsĂ€tze, Aufgaben wirksamer FĂŒhrung, SMART-Ziele, Purpose/Vision/Mission/Werte, Strategie-Begriff, SWOT + PESTEL
OrganisationInstitutioneller vs. instrumenteller Begriff, Organisationsstrukturen (funktional/divisional/Matrix/Projekt), Rechtsformen, Regeln (Grenzen & SchwÀchen)
PersonalPersonalbereiche/Aufgaben, Motivation (intrinsisch/extrinsisch, Maslow), Kommunikation (Watzlawick, Schulz von Thun), Konflikte & Konfliktmanagement, Glass Ceiling, Fluktuation, FĂŒhrungsstile, Entscheidungen
VUCA & ChangeVUCA & Gegenstrategien, Ambidextrie, Digital Leadership, Change Management (Phasen, Beteiligte)
NachhaltigkeitBrundtland-Definition, Drei-SĂ€ulen-Modell, Nachhaltigkeit als Managementaufgabe
InformationssicherheitNIS-2, ISO 27001, Faktor Mensch, Security Awareness, Ambidextrie in der Sicherheitskultur

⏳ Zeitmanagement in der Klausur

  • Kurze Fragen (Nennen) sofort beantworten – max. 2 Min.
  • Beschreiben-Fragen: strukturiert antworten (Erst Definition, dann Merkmale)
  • ErlĂ€utern-Fragen: Was + Warum + Beispiel – 5–8 Min. einplanen
  • Falls eine Frage blockt: ĂŒbergehen und spĂ€ter zurĂŒckkommen

🍀 Viel Erfolg bei der Klausur!

23.07.2026 · 09:45 Uhr · Raum TA A238 · 90 Minuten

„Tu, was Du tun kannst; mit dem, was Du hast, und dort, wo Du bist.“
– Einer der 6 GrundsĂ€tze, frei nach Malik